Leitartikel / Lead article

Shopping-Center-Planungen: 51 Projekte in der Pipeline

1. April 2009 | von Rainer Pittroff | Kategorie: Leitartikel / Lead article, Shopping Center

Nach den Shopping-Center-Erhebungen, die das EHI-Retail Institute bis zum 31.12.2008 vornahm, existierten in der Bundesrepublik 414 Shopping-Center mit einer Mindestfläche von jeweils 10.000 qm – und die rasante Entwicklung vor allem von innerstädtischen Centern setzt sich weiterhin fort!
Die jetzt vorliegenden SHOPPING-CENTER-PLANUNGSUNTERLAGEN, Stand April 2009, weisen für des laufende Jahr 2009 15 Neueröffnungen von großflächigen Centern aus; die Gesamtfläche aller Shopping-Center wird sich voraussichtlich um 506.600 qm (+ 3,8 Prozent) auf über 13,5 Millionen qm erhöhen.



Immobilien + Expansion revisited

25. Februar 2009 | von Marco Atzberger | Kategorie: Leitartikel / Lead article

Das EHI trägt der Bedeutung des Standorts als Erfolgsfaktor im Einzelhandel Rechnung und stellt seinen Forschungsbereich „Handelsimmobilien und Expansion“ neu auf. Mit diesem Forschungsbereich, kompetent besetzt mit drei Immobilien- und Marktforschungs-Experten, will das EHI den Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen, Gutachtern, Immobilienentwicklern und dem Einzelhandel fördern und so einen wichtigen Beitrag zur stufenübergreifenden Abstimmung leisten.



Aktualisierung des Wegweiser Kommune

25. November 2008 | von Marco Atzberger | Kategorie: Leitartikel / Lead article, News

Die Bevökerungsentwicklung bis zum Jahr 2025 von 3000 Gemeinden ab 5000 Einwohner lässt sich unter der Website wegweiser-kommune.de abrufen.

Dies ist eine meine Lieblingsseiten. Basierend auf nunmehr aktualisierten Daten des Jahres 2006 zur Bevölkerungsstruktur und Wanderbewegungen stehen die Ergebnisse einer langfristigen Prognoserechnung entweder interaktiv auf der Website oder als Download zur Verfügung.

Zentrale Erkenntnisse sind die hohen Anteile, die Senioren in den Gemeinden bis 2025 erreichen, z.B. 15,3 % in Hoyerswerda und 10,8 % in Baden - Baden. Insgesamt nimmt zudem die Stadtflucht zu, Dresden plus 8%, München plus 11,7 usw. Aber Vorsicht, auch hier muß man differenziert betrachten: Wolfburg verliert 8,7 % seiner Einwohner, Chemnitz 15% und Gelsenkirchen 10%.

Die Bedeutung der Änderungen in der Bevölkerungsstruktur einzelner Gemeinden für Logistik, Marketing und Verpackung habe ich vor einigen Monaten unter handelsmarke.org bereits thematisiert. Die neuen Zahlen aus des Wegweiser Kommune bestätigen den Trend deutlich.



Aus Stadt und Land

5. August 2008 | von Marco Atzberger | Kategorie: Leitartikel / Lead article

Die allgemeine Erkenntnis, dass die Bevölkerung in Deutschland schrumpft, ist insofern fehlleitend, als dass regional die Bevölkerungsentwicklung erheblich von einander abweicht. Insbesondere die Landflucht führt in manchen Kreisen zu einer erheblich über dem Durchschnitt liegen Bevölkerungsschrumpfung, während Boomregionen um und in den Großstädten massive Zuwächse und steigende Bevölkerungsdichten aufweisen. Hier entstehen zwei sehr unterschiedliche Umfelder für die Distribution in die Geschäfte hinein.

  • Für das schwächelnde Land geht es darum bei langsamen Umschlag größere Distanzen zwischen einzelnen Standorten zu betreiben ohne das vollsortimentierte, frische Angebot einer Nahversorgung aufzugeben. Doch steigende Dieselpreise machen die Routenplanung schwierig und treiben die Kosten.
  • Für die aus den Nähten platzende Stadt gilt es den Verkehrsinfakt zu verhindern und die alltägliche Anlieferung der florierenden Geschäfte durch eine Flut von Lieferfahrzeugen zu kanalisieren.
    Obgleich die Anforderungen der beiden Lagen unterschiedlicher kaum sein könnten, verbindet sie dennoch ein gemeinsamer Lösungsansatz.

In einer aktuellen Befragung des EHI von 50 Vorständen aus Handel und Industrie denken diese laut darüber nach, das Silodenken in der Distribution zu lockern. Wenn viele Produkte aus europäisch zentral produzierenden Fabriken stammen und wiederum in großer Nachbarschaft zueinander verkauft werden, so scheint es volkswirtschaftlich gesehen, ineffizient ein für jede Vertriebsschiene parallel verlaufende unabhängige Distributionsnetze zu betrieben. Durch den Austausch logistischer Steuerungsdaten – auch horizontal - und vielleicht sogar den gemeinsamen Betrieb einzelner Stationen innerhalb der Logistikkette könnten organisatorische Potenziale gehoben werden, die die Nachteile der Bevölkerungsentwicklung und Energieknappheit kompensieren.
Aber jenseits der logistischen Anforderungen möchte ich den Gedanken noch ein Schritt weitertreiben. Werden wir in solch prägnant unterschiedlichen Stadt und Landumgebungen nicht auch sehr unterschiedliche Verbraucher finden. Auf dem Land eher eine alternde Bevölkerung, in der Stadt eine junge, häufig mit Migrationshintergrund? Was bedeutet dies für die Verpackung? Kann dasselbe Produkt für die unterschiedlichen Logistikkonzepte und Zielgruppen vielleicht ganz andere Ausprägungen der Verpackung verlangen? Einmal eine auf Vorratshaltung und Sicherheit, einmal eine auf Reiz und Sofortbefriedigung optimierte Packungsgröße und Anmutung? Aber ist das überhaupt unter einer Marke zu lösen oder werden wir eher eine Anpassung der Sortimente finden, ein Landsortiment, ein Stadtsortiment und Marken, die entweder hier oder dort funktionieren?