Hochtief, JLL und ECE zu Top-Arbeitgebern der Immobilienbranche gewählt

21. Juli 2010 | von Rainer Pittroff | Kategorie: Shopping Center

Der Baukonzern Hochtief, das Maklerhaus Jones Lang LaSalle und der Shopping-Center-Entwickler ECE sind bereits zum zweiten Mal die Top-Arbeitgeber der Immobilienbranche.

Das hat eine Umfrage der Immobilien Zeitung an allen Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien ergeben, die immobilienwirtschaftliche Abschlüsse anbieten. Weit abgeschlagen im Ranking stehen die Wohnungsunternehmen. Je weniger attraktiv ein Arbeitgeber erscheint, desto mehr muss er finanzielle Anreize bieten, um den Nachwuchs für sich gewinnen zu können.

 Befragt wurden die Studenten, die in den nächsten vier Semestern ihren Abschluss machen. Diese sollten angeben, bei welchem Arbeitgeber sie am liebsten arbeiten möchten. Auf Platz 1 liegt wie im Vorjahr mit deutlichem Abstand der Essener Baudienstleister Hochtief. Es folgt Jones Lang LaSalle, das mit 30.000 Mitarbeitern in 60 Ländern als Immobilienberatungsunternehmen aktiv ist, und auf Platz 3 die Hamburger ECE. Alle drei konnten im Vergleich zur Vorjahresbefragung die Zahl der auf sie entfallenden Stimmen sogar noch ausbauen.

Als wichtigste Kriterien bei der Wahl des Arbeitgebers nannten die 574 teilnehmenden Studenten die angebotenen Tätigkeitsfelder der Unternehmen, die damit einhergehenden Karrierechancen sowie das generelle Image der Firma. Zudem reize viele die Möglichkeit, an anspruchsvollen Projekten auf der ganzen Welt mitarbeiten zu können. Die drei Gewinner eint ein hoher Internationalisierungsgrad und eine auf baldige Eigenverantwortung hinführende frühe intensive Einarbeitung. Hinzu kommt das positive Image, das zum einen durch spektakuläre Bauprojekte generiert wird und zum anderen durch das außergewöhnlich hohe personelle und finanzielle Engagement an den Hochschulen.

 Wie wichtig das Ansehen bei der Wahl des Arbeitgebers ist, zeigt sich im gesamten Ranking. So ist unter den fast 180 von den Studenten genannten Unternehmen kaum ein Wohnungsunternehmen zu finden. Dies liegt zum einen an dem meist nur lokalen Wirkungskreis der Wohnungswirtschaft, zum anderen aber auch an der als eher langweilig empfundenen Tätigkeit.

Auch die Finanzierer haben mit Imageproblemen zu kämpfen. 2007 gaben immerhin noch 19% der von der Immobilien Zeitung befragten Studenten als Berufswunsch Finanzvermittlung/Kreditvergabe an. Schon 2008 halbierte sich diese Quote, um aktuell auf 1,6% abzustürzen.

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