Spitzenmieten in deutschen Shopping-Centern europaweit im oberen Drittel
19. November 2009 | von Rainer Pittroff | Kategorie: NewsJones Lang LaSalle legte anlässlich der Immobilienmesse MAPIC in Cannes eine Untersuchung zur Mietpreissituation in Europas Shopping-Centern vor. In Zusammenarbeit mit den Shopping-Center-Betreibern Cório, ECE, efm, Eurocommercial, Hammerson, ING, LandSecurities, Multi Development und Sonae Sierra weist JLL die durchschnittlichen jährlichen Spitzenmieten für 17 europäische Länder aus und liefert eine Prognose für die kommenden sechs Monate. Russland und Großbritannien liegen danach mit Jahresmieten bis zu 2.000 Euro/m² in Europa auf den vordersten Rängen.
In Deutschland bewegt sich das Mietniveau im europaweiten Vergleich im oberen Drittel. Hier werden bei der Neuvermietung einer 100 m²-Standardfläche im Durchschnitt jährlich bis zu 1.250 Euro/m² erzielt, was im europäischen Vergleich nach Russland und Großbritannien, Frankreich (1.600 Euro/m²) und Belgien (1.450 Euro/m²) dem 5. Rang 5 entspricht. Insgesamt erwartet JLL für 12 der 17 untersuchten Märkte in den kommenden sechs Monaten stabile Spitzenmieten. Lediglich in Belgien und der Türkei dürften die Mieten leicht ansteigen. Für Rumänien, Spanien und Ungarn prognostiziert JLL dagegen rückläufige Center-Mieten.
Nach Aussagen von Nicola Birkett, Associate Director European Retail Capital Markets Team bei Jones Lang LaSalle, werden sich aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit erstklassiger Flächen in vielen Shopping-Centern Europas die Spitzenmieten in den kommenden sechs Monaten überwiegend stabil zeigen. Trotz der zweifellos rückläufigen Flächennachfrage sei der Markt insgesamt in einer soliden Verfassung. Lediglich in Rumänien, Ungarn und Spanien ist in den kommenden sechs Monaten mit einem leichten Abwärtstrend zu rechnen.